Antrag der AfD im Stadtrat Pirmasens: Trinkwasserbrunnen aus dem Grundwasser

Bohrbrunnen

Sehr geehrter Herr Maas,
die AfD-Fraktion stellt für die Stadtratssitzung am 26.01.2020 folgenden Antrag:

Der Stadtrat möge beschließen, Informationen und Angebote zu einen Bohr- oder Schachtbrunnen in Pirmasens einzuholen.

Laut uns vorliegenden Informationen gibt es in Mainz bereits einen solchen Brunnen und ggf. kann man sich dort informieren.

Dabei sollen insbesondere folgende Aspekte berücksichtigt werden:
1. Passender Standort (unter Berücksichtigung des Grundwasser-Kataster der Stadt, eventuell in   einem Stadtteil, der niedrig liegt z.B. Niedersimten in peripherer Lage)
2. Bauliche Beschaffenheit des Untergrundes prüfen um unnötige Kosten zu vermeiden
3. Einhaltung der DVGW
4. Förderungsmöglichkeiten prüfen

Begründung:
Der einzige im Umland liegende ehemalige Trinkwasserbrunnen, Oberes Rodalbtal zwischen Lemberg und Erlenbrunn, ist aufgrund neuer wasserhygienischer Vorgaben auf Hinweis der Stadtwerke Pirmasens Versorgungs GmbH nicht mehr als Trinkwasserbrunnen auszuweisen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe regt schon lange dazu an sich für 10 Tage zu bevorraten. Die Bundesregierung geht sogar von bis zu drei Wochen aus. Sollte es zu einer Krisensituation kommen, aus welchen Gründen auch immer, wäre zumindest die Trinkwasserversorgung ohne Strom gewährleistet. Pro Woche benötigt eine Person einen Wasservorrat von 20 Liter.

In Deutschland versorgen sich ca. 700.000 Menschen aus einem eigenen Hausbrunnen. Sollte es zu einem längeren Stromausfall kommen, werden diese Brunnen nicht ausreichen um alle Menschen zu versorgen.

Innerhalb von zwei bis sechs Tagen tritt in der Regel der Tod ein. Im Extremfall ist ein Überleben bis zu zwölf Tagen möglich. In unserem Alltag haben wir den großen Komfort täglich frisch einkaufen zu können. Das Vorbild unserer Großeltern, lebenswichtige Nahrungsmittel zu horten, haben wir in unserer Wohlstandsgesellschaft nicht übernommen. Das könnte sich als gravierender Fehler erweisen.

Ein kurzer Auszug aus der Seite Ingenieur.de:
„Strom scheint in Deutschland selbstverständlich zu sein. Ausfälle gibt es nur selten, und dann auch nur für ein paar Minuten. Doch das täuscht. Im Juni dieses Jahres stand das Land dreimal vor dem Blackout, also dem Absturz des gesamten europäischen Stromnetzes oder eines großen Teils davon. Am 6., 12. und 25. Juni stellten die deutschen Übertragungsnetzbetreiber eine starke Unterspeisung des deutschen Systems fest, was jeweils zum Absinken der Netzfrequenz im gesamten europäischen Netz geführt hat“, heißt es bei den Netzbetreibern Amprion und TransnetBW. Der gefährliche Engpass konnte nur mit Hilfe der Nachbarländer entschärft werden. Das muss nicht immer gelingen, weil es auch dort Engpässe geben kann, etwa durch Wassermangel zum Kühlen von Kraftwerken.

Ein Stromausfall kann nicht nur durch die Folgen der Netzüberlastung entstehen, auch ein Hackerangriff, welcher in den Medien immer Mal wieder erwähnt wird, könnte unser Land auf längere Sicht lahmlegen.

Wir haben in diesem Stadtrat nicht nur die Aufgabe die Gelder konstruktiv einzusetzen, wir haben auch die Pflicht die Stadt und die Bürger auf vorhandene Gefahren vorzubereiten.

Mit freundlichen Grüßen
Ferdinand L. Weber
Vorsitzender der AfD im Stadtrat Pirmasens

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